Pfarreiengemeinschaft

Christkönig Saal • St. Oswald Teuerting

Dankesbrief von Sr. Christin

Ein frohes Grüss Gott, lieber Herr Pfarrer, lieber Herr Pater!

Liebe Schwestern und Brüder meiner Heimatpfarrei Teuerting!

Heute bin ich besonders mit Ihnen ALLEN verbunden, denn heute ist mein
Professtag. Ja, am 17. September 1968 feierten ganz viele von Ihnen, ein
ganzer Bus, mit mir den grossen Tag. Und seither sind wir immer noch gut
verbunden, welche Freude, welches Glück!

Viele hat ja inzwischen der liebe Gott schon heimgeholt, von meiner
Familie, auch von meinen Mitschwestern damals und der ganzen Pfarrei.
Mögen sie alle in Frieden ruhen.

Ja, und seit meiner Afrikareise im Februar- März 1973 sind so treue
Seelen, die nun meine -- unsere Missionsarbeit hier im Lande  soo treu
unterstützen, all die vielen Jahre, noch in Verbindung. Ich möchte diese
Gelegenheit auch nützen und ALLEN von Ihnen ein ganz herzliches und
aufrichtiges vergelts Gott sagen für sooo viele Liebe und Unterstützung
durch all die lange Zeit, ob einmal, oder wiederholt oder sogar für
lange Zeit, manche nun beinahe schon 50 Jahre, wunderbar!! Die können
goldenes Jubiläum im Spenden feiern! Der Herr hat viele Wege zu belohnen
und tut es auch in Seiner grossen Liebe. Und ich bete auch jeden Tag für
unser Wohltäter, die wir soo notwendig brauchen, noch mehr als zuvor.

Lassen Sie mich nun ein wenig von uns hier erzählen. Manchmal hörten Sie
ja ein wenig von  mir, aber die Zeit zum Schreiben ist leider  nicht
viel und jetzt mit dieser Corona Sache geht auch die Post  leider nicht
immer durch, Briefe kommen  noch zurück, sogar noch von 2220. Falls
jemand von Ihnen kein Dankesbrieflein für die Spende bekam, mögen Sie
wissen, dass mein Dankgebet für meine Wohltäter jeden Tag  beim lieben
Gott ankommt, schon all die Jahre.

Nicht nur die Geldspenden, auch die vielen Sachen, Kleidung und
Stricksachen, die immer wieder in den Paketen kamen, schon seit meiner
lieben Mutter,s Zeit, haben uns viele Not lindern lassen. Jetzt sind ja
Pakete selten und soo teuer geworden. Aber doch kommen noch einige, auch
mit Rosenkränzen etc, alles ist uns wichtig und hilft auf vielerlei Weise.

Die grosse Not nun mit der Corona, beinahe unglaublich. Meine
Hauptaufgabe ist nun das Herrichten der Nahrungsmittelpakete, die unsere
Autos von unserm Sizanani Centre mit Kinderheim, in die weite Umgebung
von so 60 km hinausfahren mit den Sozialarbeitern. Die Armen werden
immer mehr, der Hunger immer grösser. Die bettelnden Familien auch immer
mehr. Gerade letztes Monat  waren so viel wie noch nie zuvor. Da waren
z.B 10 Bestellformen für die Familien, wo es hiess: New Case - neue
Familie. Manche Arme von der Nähe kommen direkt zu uns her und betteln
inbrünstg und wenn sie etwas bekommen, fallen sie auf die Knie und
danken  und danken, weil ja wie manche sagen, keinen Bissen Essbares im
Haus, in der Hütte ist.

Für 20 Familien oder sogar mehr an einem Tag ein Essenspaket herrichten,
kam all die Jahre kaum vor. Nun ist es gleich 2-3x in der Woche. Aber
die Corona brachte soo viel Not mit sich. Es wird zwar langsam etwas
besser, aber immer wieder Gegenden mit neuen Fällen. Wir Schwestern und
die Kinder von unserm Kinderheim sind Gott sei Dank, noch verschont
geblieben. Aber es gibt soo viel Krankheit und Not und Arbeitslosigkeit
und Tod mit deren Folgen. Und es gibt sehr grosse Familien, bis 15
Mitglieder. Die brauchen natürlich ein grösseres Paket.

Wir helfen auch, dass manche Familien sich selber etwas erwerben können
durch Gartenbau, anlegen eines Gartens. Aber da ist oft erst Hilfe
notwendig zu einem richtigen Dach, nicht das Schilfdach, und Dachrinnen
und ein Wasserbehälter und ein fester Zaun, denn die Schafe und Ziegen
sind gleich sehr eifrig mit dem frischen Grün.

Anderen Familien versuchen wir zu helfen mit einem Hühnerzuchtprojekt,
das auch manchen Familien hilft zu etwas Einkommen und Nahrung aus dem
eigenen  Betrieb.

Besonders Frauen sind es, die versuchen durch Perlen- und Bastelarbeit
sich etwas zu erwerben. Die meisten tun das daheim bei der Familie. Aber
alles, was sie brauchen, können sie bei uns hier im Hut erhalten, wo es
unsere liebe Schwester Sola so gut angefangen hat und nun von Sr. Selina
weitergeführt wird.

Gestern regnete es, heute ist es trüb, es wird langsam doch etwas
wärmer, Gott sei Dank.  Wir hatten heuer einen soo kalten Winter, wie
ich noch nie hier erlebt habe. Soo viel hab ich noch nie gefroren im
Land, wie heuer. Dann können Sie sich vorstellen, wie unsere Leute hier
froren und zum Betteln kamen, wo in ihren Lehmhütten etc  ja der Wind
grad so durchbläst. Zum Glück bekommen nun doch auch mehr Steinhäuser.
Aber alles ist sehr teuer geworden und so müssen die Leute erst wieder
die notwendigen Nahrungsmittel kaufen, es langt meist nicht zum Bauen.

Im Kinderheim ist ja auch immer was los mit so 30 Kindern. Jetzt sind es
meistens Kleinkinder und  Primary School. Ein paar gehen in höhere
Klassen. Ein paar konnten wieder das Heim verlassen, weil eine
Pflegefamilie sie angenommen hat, immer eine grosse Freude.

Lassen Sie mich nun zu Ende kommen. Ich hoffe, diese Zeilen bekommen Sie
ALLE zu hören oder zu sehen.

Das überlasse ich Ihnen, lieber Herr Pfarrer, weil Sie wissen, wie es am
Besten ist und geht, zu hören oder zu sehen. Herzlich vergelts Gott für
Ihre Mühen.

So grüsst Sie ALLE ganz ganz herzlich und betet weiterhin für Sie ALLE
Ihre dankbare

Marianne, Sr. M. Christin

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